Was ist Stress-Regulation – und warum sie unser Gesundheitsverständnis revolutionieren kann
Stell dir vor, dein gesamter Organismus ist wie ein Orchester. Jedes System, jede Zelle spielt ein Instrument. Gesundheit bedeutet, dass alle im Einklang spielen. Doch was passiert, wenn einer aus dem Takt gerät? Genau da setzt die Stressregulations-Medizin an.

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Alles ist Regulation
Ohne Regulation kein Leben. Punkt.
Regulation bedeutet, dass der Körper auf innere und äußere Reize reagieren kann – flexibel, anpassungsfähig, im Fluss. Diese Regulationsfähigkeit zeigt sich auf drei Ebenen:
- Körperlich (z. B. Herzfrequenz, Verdauung, Zellatmung)
- Mental (z. B. Konzentrationsfähigkeit, Fokus)
- Emotional (z. B. Resilienz, emotionale Stabilität)
Stressregulation ist also nicht nur Kopfsache. Sie ist System-Sache.
Was ist Regulation?
🧠 Regulation = Adaption + Oszillation
- Ohne Reize kein Leben.
- Ohne Regulation keine Gesundheit.
- Stress-Regulation bedeutet: Dein Körper reagiert sinnvoll und ausreichend auf Belastungen – auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene.

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Adaption & Oszillation: So arbeitet die Natur
Die Natur kennt zwei Prinzipien, um das Leben in Balance zu halten:
- Adaption: Anpassung an neue Reize.
- Oszillation: Ständiges rhythmisches Schwingen zwischen Aktivierung und Erholung.
Unsere Regulationssysteme müssen in ständiger Bewegung bleiben. Werden sie blockiert, stauen sich Symptome an.
Patientengeschichte: Julia, 42, Lehrerin
Julia kommt in meine Praxis. Seit Monaten erschöpft. Morgens wie gerädert. Kopfnebel. Kein Antrieb. Ihr Hausarzt verschreibt Antidepressiva. Es hilft nicht.
Bei mir zeigt die Diagnostik: hoher nitrosativer Stress, virale Belastungen in den Zellen, Mangel an Mikronährstoffen. Ihre Mitochondrien arbeiten auf Sparflamme.
Wir starten mit Akupunktur, pflanzlicher Entgiftung, Atemtraining, IHHT und gezielter Supplementierung. Drei Monate später sagt sie: „Ich fühle mich wie ich selbst, nur klarer.“
Stress: Lebenselixier oder Krankmacher?
Typische Symptome einer gestörten Stressregulation sind unter anderem:
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Leistungsabfall
- Schlafstörungen
- „Brain Fog“ (Kopfnebel, Konzentrationsstörungen)
- Verspannungen und muskuläre Schmerzen
- Tinnitus
- Unerklärliche Symptome, die angeblich „keine organische“ Ursache haben
Diese Symptome entstehen nicht zufällig. Sie sind Zeichen einer überforderten oder blockierten Regulationsfähigkeit auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene.
Stress ist per se nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Er ist ein Wachstumsreiz.
Ohne Reize erhält sich kein Leben. Das sieht man sehr gut nach einem Beinbruch: der Gips verhindert Reize auf den Muskel, so dass die Muskeln schrumpfen. So kann man sich das für alle Systeme vorstellen. Es braucht also einen gewissen „Druck“ (Stress), um gesund zu bleiben. Denn, was wir nicht herausfordern, bildet sich zurück.
Doch: Zu viel, zu lange oder zu einseitiger Stress überfordert unsere Regulationssysteme.
Es gibt also zwei typische Stressantworten:
Stressantwort 1 | Stressantwort 2 |
Flexible Reaktion | Überforderte Regulation |
Anpassung an Reize gelingt | Symptome entstehen |
Energie und Resilienz bleiben erhalten | Erschöpfung, Beschwerden nehmen zu |
Ziel der Stressregulations-Medizin ist es, dass wir auf allen Ebenen und in allen Systemen auf möglichst viel Stress flexibel und adaptiv reagieren. ist es, dass wir auf allen Ebenen und in allen Systemen auf möglichst viel Stress flexibel und adaptiv reagieren.
mmt all diese Signale wahr und kann sie in Sekundenschnelle korrigieren.
Regulation ist wie das Rückkopplungssystem deines Körpers, das dafür sorgt, dass deine Werte immer im Sollbereich bleiben. Es geht nicht darum, dass diese Werte immer exakt sind, sondern dass sie in einem gesunden Bereich schwanken. Wenn du also gestresst bist und deine Spannung steigt, weiß dein Körper, wie er diese wieder abbauen kann – wenn er nicht gestört wird.
Die Ebenen der Regulation
🌿 Regulation geschieht auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
- Körperlich: z. B. Kreislauf, Verdauung, Zellenergie
- Mental: z. B. Fokus, Klarheit, Denkprozesse
- Emotional: z. B. Resilienz, emotionale Stabilität
- Vegetativ: z. B. Balance zwischen Sympathikus & Parasympathikus
Zellulär & immunologisch: z. B. oxidative Prozesse, stille Entzündungen
Stress ist nicht nur im Kopf
🧩 Viele denken bei Stress sofort an psychische Belastungen – doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
- Stress wirkt auch körperlich – z. B. auf Muskeln, Mitochondrien, Organe
- Stress wirkt vegetativ – z. B. auf das autonome Nervensystem
- Stress wirkt emotional – z. B. durch unterdrückte Gefühle oder ständige Reizüberflutung
🔍 Wer Stress nur „im Kopf“ sucht, übersieht die wahren Ursachen und verpasst echte Heilung.
Stress ist nicht nur psychisch
Der große Irrtum: Stress wird oft ausschließlich psychologisch verstanden. Dabei beginnt er oft ganz woanders:
- Vegetativ: Überlastung des Nervensystems: Dysbalance zwischen Sympathikus und Parasympathikus
- Zellulär: oxidativer, nitrosativer oder histaminerger Zellstress
- Immunologisch: stille Entzündungen, z.B. nach viralen Belastungen
Ein Beispiel: Wenn in deinem Körper Viren in den Zellen aktiv sind, können sie deine Mitochondrien (Zellkraftwerke) lahmlegen. Folge: chronische Müdigkeit.
Die übliche Antwort? Psychopharmaka.
Problem: Diese Medikamente greifen in die Mitochondrienfunktion ein – und verschlechtern langfristig die Erschöpfung. Ein klassischer Circulus vitiosus.
Stressreformation durch natürliche Methoden
Regulation ist in uns ein natürlicher Vorgang. Regulation geschieht ständig und in allen Zell-Systemen. Ganz natürlich. Deshalb braucht es auch natürliche Impulse, um sie zu stärken:
- Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
- Atemtherapie & Qigong
- Pflanzenmedizin & Mikronährstoffe
- IHHT (Höhentraining)
- Bioresonanz & Biofeld-Diagnostik
Diese Verfahren wirken regulierend, nicht unterdrückend.
Zusammenfassung & Fazit
Stressregulations-Medizin bedeutet:
- Symptome nicht isoliert betrachten
- Ursache erkennen
- Regulation aktiv unterstützen
Gesundheit ist keine Abwesenheit von Symptomen, sondern Ausdruck einer starken Regulationskraft.
Und diese Kraft liegt nicht in der Tablette. Sondern in dir.
Stell dir vor, du würdest dein Leben nur in einer Position verbringen – das wäre nicht gesund, oder? Genau so verhält es sich mit der Gesundheit. Es geht darum, im Fluss zu bleiben, sich den Veränderungen anzupassen und in ständiger Rückkopplung mit deinem Körper zu stehen.
Wenn dir dieser Blick auf Gesundheit gefällt, dann teile ihn gern mit anderen und vergiss nicht, dich für den Newsletter anzumelden – ich werde dir immer wieder neue Perspektiven und Werkzeuge an die Hand geben, um deine Selbstregulation zu stärken.
Denn: Nichts ist besser, als dem Wirken der Natur zu folgen!
Über den Autor:

Dr. med. Arne Ströhlein
war jahrelang in der Abteilung interdisziplinäre Schmerztherapie der Universität Witten-Herdecke an der Vestischen Kinder- und Jugendklink in Datteln tätig. Er bildete dort im Bereich Schmerztherapie mit Schwerpunkt Chinesischer Medizin und Akupunktur, außerdem bei der deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (DGTCM.de), Universität Porto und der Universität Magdeburg (Abteilung Allgemeinmedizin) Ärzte, Studierende und weitere Personen des Gesundheitssystems fort.